Gefährdungen ermitteln

Illustration Schritt 2 Gefährdungsbeurteilung: Gefährdungen ermitteln

Was ermittle ich?

Eine Belastung für das Muskel-Skelett-System kann durch körperlich herausfordernde Tätigkeiten, Fehlbeanspruchungen oder physikalische Einwirkungen wie Schwingungen ausgelöst werden. Beispiele dafür sind das Heben von Lasten, langandauerndes Arbeiten auf den Knien oder das Bedienen von vibrierenden Maschinen am Arbeitsplatz. Von einer Gefährdung spricht man, wenn Beschäftigte durch diese Belastungen gesundheitlich beeinträchtigt werden können. Hierbei spielen auch Defizite bei der Arbeitsplatzgestaltung, eine hohe Arbeitsbelastung oder unzureichende Qualifikation und Unterweisung eine Rolle.

Welche körperlichen Belastungen können vorkommen?

Man unterscheidet grundsätzlich sechs unterschiedliche Belastungsarten:

Beim Bedienen vibrationsstarker Maschinen oder Fahrzeuge können zudem folgende Belastungen auftreten:

Wie gehe ich vor?

Für die vorausschauende Ermittlung möglicher Belastungen und Gefährdungen ist es wichtig, in Schritt 2 für jeden festgelegten Arbeitsbereich beziehungsweise für jede Tätigkeit und Personengruppe zunächst Belastungen zu erkennen und festzuhalten. Prüfen Sie dazu, ob die in der Beurteilungshilfe für Ihre Branche (ab Sommer 2022 hier erhältlich) beschriebenen Tätigkeiten und Belastungen für Ihren Betrieb zutreffen und übertragen Sie das Ergebnis in die Arbeitshilfe. Wenn für Ihre Branche noch keine Beurteilungshilfe zur Verfügung steht oder andere als die dort beschriebenen Belastungen vorliegen, nutzen Sie zum Beispiel eine der folgenden Hilfen:

Befragen Sie außerdem Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter!