Eine Frau am Schreibtisch, auf dem Yogamatte, Notizblock und Laptop liegen, tippt ins Handy.

Gesundheit managen Gemeinsam in Schwung kommen: alle Möglichkeiten im Betrieb nutzen

Gefährdungen beurteilen, arbeitsmedizinische Vorsorgen durchführen, Arbeitsbedingungen gesundheitsgerecht gestalten und unterweisen – Ihr Engagement als Unternehmensleitung oder Führungskraft kann jedoch noch deutlich weitergehen: Sie integrieren die Gesundheitsförderung in den betrieblichen Alltag und machen die Gesundheit ihrer Mitarbeitenden zur Managementaufgabe.

In den vergangenen Jahren ist die Betriebliche Gesundheitsförderung auf zunehmendes Interesse gestoßen. Sie ist ein geeignetes Mittel, um auf die gesundheitlichen Beanspruchungen Ihrer Beschäftigten und deren veränderte Belastungen angemessen reagieren zu können. Zu den arbeitsbedingten Belastungen für das Muskel-Skelett-System kommen noch psychische Belastungen, wie zunehmender Zeitdruck oder der Umgang mit neuen Informations- und Kommunikationstechnologien, hinzu.

Betriebliche Gesundheitsförderung

Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) ist eine moderne Unternehmensstrategie. Sie zielt darauf ab, Krankheiten am Arbeitsplatz vorzubeugen (einschließlich arbeitsbedingter Erkrankungen, Arbeitsunfälle, Berufskrankheiten und Stress), Gesundheitspotenziale zu stärken und das Wohlbefinden am Arbeitsplatz zu verbessern. Im Mittelpunkt steht dabei die gesundheitsfördernde Gestaltung der Arbeit auf der Grundlage von technischen, organisatorischen, aber auch psychozozialen und partizipativen Maßnahmen und Konzepten.

Die betriebliche Gesundheitsförderung ist ein wichtiger Baustein des betrieblichen Gesundheitsmanagements und eine entscheidende Voraussetzung dafür, dass Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems nicht chronisch werden oder idealerweise gar nicht erst auftreten.

Insbesondere Ihre Führungskräfte spielen hierbei eine wichtige Rolle, wenn sie mit gutem Vorbild vorangehen – zum Beispiel, indem sie Hilfsmittel einsetzen, oder im Meeting eine kleine Bewegungspause für alle einläuten. Führungskräfte können dafür sorgen, dass Muskel-Skelett-Erkrankungen am Arbeitsplatz kein Tabuthema mehr sind. Dafür ist wichtig, dass Sie als Chef oder Chefin ein Klima schaffen, in dem Ihre Beschäftigten Belastungen offen und so früh wie möglich ansprechen. Und das Thema regelmäßig Platz bei Teambesprechungen bekommt.

Um die Gesundheit, die Leistungsfähigkeit und das Wohlbefinden Ihrer Beschäftigten zu fördern, müssen Arbeitsmittel, Arbeitsumgebung, Arbeitszeit, Arbeitsorganisation und individuelle Anpassungen in Konzepte und Maßnahmen mit einbezogen werden. Sinnvoll ist es, darüber hinaus auch die Lebenssituation Ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu berücksichtigen.

Ob betrieblicher Bewegungscoach, Ausgleichsgymnastik in der Werkhalle oder die individuelle Ernährungsberatung beim Gesundheitstag – jede Einzelmaßnahme zählt. Noch besser als vereinzelte Angebote wie Sport- und Ernährungskurse oder Antistresstrainings, ist ein fundiertes und strukturiertes Gesamtkonzept, das sich am tatsächlichen Bedarf Ihrer Beschäftigten im Betrieb orientiert. Mit dieser Strategie entwickeln Sie gesundheitsfördernde Rahmenbedingungen im Unternehmen und befähigen Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu gesundheitsgerechtem Verhalten.

Tipps für Unternehmen

Das Onlineportal Koordinierungsstelle Betriebliche Gesundheitsförderung der gesetzlichen Krankenkassen bietet kostenlose und individuelle Beratungen unabhängig von Branche und Betriebsgröße an. Bei der Gesezlichen Krankenversicherung (GKV) finden Sie Möglichkeiten der finanziellen Förderung sowie Praxisbeispiele der Betrieblichen Gesundheitsförderung.