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Arbeiten unter vollem Körpereinsatz

Lasten ziehen oder schieben

Mit der schwer bepackten Sackkarre die Treppe hoch

Allein vom Ziehen und Schieben wird man nicht krank. Ob beispielsweise ein Lagerist, der seine Regale täglich mit schweren Paketen befüllt, ein Getränkelieferant, der seine Kisten über mehrere Treppen wuchten muss oder ein Müllwerker, der schwere Mülltonnen zieht, schiebt oder auf Rampen hält, Muskel-Skelett-Beschwerden bekommt oder nicht, hängt vielmehr von einer Vielzahl von Faktoren ab:

  • dem Gewicht der Last,
  • der Art des Flurförderzeugs bzw. Hilfsmittels (z. B. Lenkbarkeit),
  • der Art der Bewegung (Rollen oder Gleiten, Ziehen oder Schieben),
  • der Rolleigenschaften des Flurförderzeugs bzw. Hilfsmittels,
  • der Bewegungsgeschwindigkeit,
  • der erforderliche Positioniergenauigkeit,
  • der Körperhaltung,
  • der Umgebungsbedingungen (z. B. Untergrund, Neigung),
  • der Häufigkeit des Ziehens bzw. Schiebens pro Schicht,
  • dem zurückgelegten Weg bei Ziehen bzw. Schieben.

Erst wenn mehrere dieser Faktoren (Beispiele) vorkommen, kann die Tätigkeit gesundheitsgefährdend sein:

  • die Lasten wiegen immer mehr als 25 Kilogramm,
  • die Strecke beträgt pro Arbeitsschicht mehr als 500 Meter,
  • der Transportwagen lässt sich nur schwer bewegen,
  • die Lasten müssen häufig in verdrehter Haltung geschoben und gezogen werden,
  • der Boden ist geneigt oder uneben, oder
  • die Last muss über Treppen bewegt werden.

Wer muss besonders aufpassen?

Betroffen sind insbesondere Beschäftigte

  • im Handel,
  • im Transportdienst,
  • in Logistik- und Postverteilzentren,
  • in Altenheimen, im Krankenhaus,
  • bei der Müllabfuhr.

Risikobezogene Tätigkeit:

22.02.2017

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