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Schmerzursachen erkennen, um sie zu beheben

Acht Fragen, die Ihnen helfen können

Ihr Arbeitsplatz und Ihre Arbeitstätigkeit spielen bei der Suche nach möglichen Schmerzursachen eine wichtige Rolle. Wenn Ihr Arbeitsplatz nicht richtig gestaltet ist und/oder Sie sich beim Arbeiten falsch bewegen, ist das Risiko groß, Muskel-Skelett-Beschwerden zu erleiden.

Fragen Sie sich daher:

  • Sind meine Schmerzen ein einmaliges Ereignis oder treten sie gehäuft nach bestimmten Tätigkeiten auf?
  • Muss ich häufig schwere Lasten bewegen (heben, tragen, schieben, ziehen)?
  • Muss ich mich häufig lange bücken oder verdrehen?
  • Erfordern bestimmte Tätigkeiten ungünstige Körperhaltungen?
  • Arbeite ich vorrangig im Sitzen oder Stehen und bewege ich mich wenig?
  • Bin ich starken Erschütterungen ausgesetzt (z.B. beim Fahren von Fahrzeugen oder beim Bedienen von fahrbaren Arbeitsmaschinen)?
  • Wie ist mein Arbeitsplatz gestaltet? Durch welche Veränderungen lassen sich einseitige Belastungen vermeiden?
  • Welche weiteren Veränderungen könnten dazu beitragen, dass die Schmerzen nicht wieder auftreten?

Machen Sie sich zu jeder Frage Notizen. Wenn Sie die beiden letzten Fragen nicht beantworten können, macht das nichts. Wir zeigen Ihnen, was Ihr Arbeitgeber für Sie tun kann, was Sie alles selbst in der Hand haben und wer Sie dabei unterstützt.

Wann müssen Sie zum Arzt?

In der Regel sind die Schmerzen harmlos. Nur bei zwei Prozent aller Rückenschmerzpatientinnen und -patienten steckt in Kombination mit anderen Symptomen eine ernsthafte Erkrankung dahinter. Wenn Sie zusätzlich zu den Rückenschmerzen unter folgenden Symptomen leiden, sollten Sie in jedem Fall ärztlichen Rat einholen, zum Beispiel bei Ihrem Hausarzt oder Orthopäden:

  • in die Beine ausstrahlende Schmerzen / mit starken Schmerzen verbundene Schwäche in den Beinen,
  • deutlicher Gewichtsverlust und rasche Ermüdbarkeit,
  • starkes Schwitzen in der Nacht,
  • heftige Schmerzen in der Nacht,
  • Fieber,
  • keine vollständige Kontrolle mehr über Blase und Darm,
  • Taubheitsgefühle und Sensibilitätsstörungen in den Armen, den Beinen oder im Genitalbereich, meist halbseitig,
  • erhöhtes Stressempfinden, Hilf- und Hoffnungslosigkeit oder Niedergeschlagenheit.

Wenn Sie in Ihrer Tätigkeit körperlich schwer arbeiten müssen (z.B. Lasten heben oder tragen), haben Sie außerdem das Recht, sich von Ihrem Betriebsarzt oder Ihrer Betriebsärztin im Rahmen der arbeitsmedizinischen Vorsorge untersuchen und beraten zu lassen (Angebotsvorsorge nach ArbMedVV). Nutzen Sie dieses Beratungsangebot in Ihrem Betrieb.

22.02.2017

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