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GDA - Arbeitsprogramm MSE

Wenn die Hände ständig kribbeln

Taubheitsgefühle in den Fingerspitzen, Arm- und Handschmerzen in der Nacht, Hände, die regelmäßig „einschlafen“: Wer solche Symptome spürt, leidet womöglich unter dem Carpaltunnel-Syndrom. Das Verhalten am Arbeitsplatz kann eine Ursache sein.

Sie kennen das sicherlich: Nach längeren Telefonaten oder Fahrradtouren kribbeln die Hände. Ursache hierfür ist die abgeknickte Haltung des Handgelenks. Der Druck verengt den Raum für den darin liegenden Carpaltunnel, der wiederum auf den Mittelnerv drückt. Der steuert unter anderem die Bewegung von Daumen und Fingern. Taubheitsgefühle und Schmerzen können die Folge sein.

Tätigkeiten, die ein Risiko bergen: Nähen, Bohren, Schneiden, Sortieren, Schrauben und Montieren

In der Regel verschwinden die Symptome schnell wieder durch einfaches Ausschütteln oder Reiben der betroffenen Hand. Beschäftigte, deren Tätigkeit starke Handgelenksbelastungen mit wiederkehrendem Abknicken des Handgelenks erfordert, sollten die Symptome jedoch von Anfang an ernst nehmen. Werden die Ursachen nicht behoben, können sie chronisch werden: Daumen bis Teile des Mittelfingers werden gefühllos, die Hände verlieren an Kraft und können keine feinmotorischen Bewegungen mehr ausführen. Besonders gefährdet sind Beschäftigte, die immer wiederkehrende Tätigkeiten ausführen müssen, mit viel Kraft aus den Händen oder mit vibrierenden Werkzeugen und Maschinen arbeiten.

Verhalten und Verhältnisse am Arbeitsplatz näher betrachten

Betroffene Beschäftigte können sich davor schützen. Wie, das zeigt beispielsweise der Flyer „Gesunde Hände für gutes Handwerk“ der Berufsgenossenschaft Holz und Metall. Zu den Schutzmaßnahmen gehören unter anderem der richtige Einsatz von Hilfsmitteln und Werkzeugen sowie das Tragen von Schutzhandschuhen, insbesondere aber arbeitsorganisatorische Veränderungen. Wie bei allen Rücken-, Muskel- und Gelenkbeschwerden hilft vor allem der Ausgleich zwischen stark und weniger stark beanspruchenden Tätigkeiten: der Wechsel von einer handgelenksbelastenden zu einer entlastenden Tätigkeit sowie das Einhalten regelmäßiger Pausen.

20.04.2017

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