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GDA - Arbeitsprogramm MSE

DRK Rheinhessen-Nahe: Einsatz mobiler Treppensteiger

In Rettungsdiensten gehören Muskel-Skelett-Erkrankungen (MSE) zum Gesundheitsrisiko Nummer 1: Kranke oder verletzte Personen werden gehoben und getragen, häufig über mehrere Stockwerke oder enge Treppenfluchten hinweg. "Wir wollen, dass unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gesund bis zur Rente durchhalten", erklärt DRK-Unternehmenssprecher Philipp Köhler. Eine Befragung aller 750 Notfallsanitäterinnen und -sanitäter, Rettungsassistenten und -assistentinnen sowie Verwaltungskräften ergab, dass sich die Beschäftigten unbedingt Entlastung wünschten.

Die Unternehmensleitung reagierte prompt mit einem umfassenden Programm zum Schutz vor MSE:

  1. Analyse und Bewertung des Ist-Zustandes: Die Bedingungen und Arbeitsmittel der Beschäftigten wurden analysiert, vorhandene Rettungshilfsmittel bewertet und bei Bedarf ersetzt. Alle 70 Rettungs- und Transportwagen wurden mit einem Schwerlasttragetuch, Spine- und Rollboard ausgestattet. Darüber hinaus wurden sieben alte Fahrzeuge durch neue ersetzt, die über einen mobilen Treppensteiger verfügen: Mit ihm können Patienten ohne Kraftaufwand im Treppenhaus transportiert werden.
  2. Begleitende Schulung aller Beschäftigten im ergonomischen Arbeiten und im Umgang mit den neuen Hilfsmitteln
  3. Festlegung von Verantwortlichen: In allen Dienststellen wurden Verantwortliche benannt, die als Multiplikatorinnen und Multiplikatoren auf den kontinuierlichen und ergonomisch richtigen Einsatz der neuen Hilfsmittel achten.
  4. Plakataktion: In allen 18 Rettungswachen hängen Poster aus, auf denen Beschäftigte in rückenbelastenden Situationen zu sehen sind. Der Schriftzug "Dein Rücken! Kapiert?!" erinnert daran, auf sich und die eigenen Gesundheit zu achten. Das Besondere an der Aktion: Die Plakate zeigen keine Models, sondern Kolleginnen und Kollegen aus dem DRK. "Das hat nicht nur allen viel Spaß gemacht, sondern auch für sensationell viel positive Aufmerksamkeit in der ganzen Belegschaft gesorgt", so Unternehmenssprecher Philip Köhler.

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