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Senioren- und Seniorenpflegeheim Zwickau gGmbH (SSH) in Zwickau:

Optimierung des Hilfsmittelbestands und Ausbildung der Pflegekräfte zu Ergonomieberaterinnen und -beratern

Bild: Das alte Stadtschloss

Zwei Ziele verfolgte die SSH, so Geschäftsführer Jens Geigenmüller, als vor zehn Jahren in Ausstattung und Personal seiner acht Seniorenpflege- und Wohneinrichtungen investiert wurde: die Gesundheit der Beschäftigten stärken und damit die Zufriedenheit der Pflegebedürftigen, Bewohnerinnen und Bewohner steigern. Alle Einrichtungen wurden mit den notwendigen Hilfsmitteln ausgestattet und Beschäftigte zu Ergonomie-Beraterinnen und Beratern ausgebildet. Der Investitionsbedarf war hoch, amortisierte sich aber über die Zeit: Die krankheitsbedingten Fehltage gingen signifikant zurück, nur jede zehnte beschäftigte Person klagt noch über Rückenbeschwerden. Im hart umkämpften Personalmarkt zahlen sich die gute Ausstattung und die zusätzliche Qualifikation in den Einrichtungen ebenfalls aus. Jens Geigenmüller: "Bewerberinnen und Bewerber" sprechen uns konkret auf Hilfsmittel und ergonomisches Arbeiten. Unser Engagement für mehr Gesundheit und Zufriedenheit ist zu einem klaren Wettbewerbsvorteil geworden."

Beschäftigte achten auf Beschäftigte

Ergonomisches Arbeiten unter Einsatz passgenauer Hilfsmittel ist Teil des Qualitätsmanagements in den Einrichtungen. Dazu wurde in allen acht Häusern der Hilfsmittelbestand analysiert, Empfehlungen für einen optimalen Hilfsmittelmix gegeben und die Grundausstattung für alle Einrichtungen zusammengestellt. Zeitgleich wurden interessierte Pflegekräfte in allen Einrichtungen zu zertifizierten Ergonomie-Beraterinnen und -Beratern ausgebildet. Ihre Aufgabe ist es, die Ressourcen der Bewohnerinnen und Bewohner einzuschätzen, den Hilfsmitteleinsatz darauf auszurichten und die Kolleginnen und Kollegen bei Bedarf sowie systematisch zwei Mal im Jahr im ergonomischen Arbeiten zu beraten. Geleitet wird das Projekt von einem ebenfalls zum Ergonomie-Berater geschulten Pfleger: Er unterstützt die Ergonomie-Beraterinnen und -Berater in den einzelnen Einrichtungen, veranstaltet Workshops und Qualitätszirkel, auditiert die Einrichtungen und schreibt den Hilfsmittelkatalog fort.

Passgenaue Hilfsmittel

Das Besondere an dem Projekt: Dadurch, dass das Ergonomie-Konzept beim SSH Zwickau integraler Bestandteil der Unternehmenspolitik und in die betrieblichen Prozesse und Strukturen eingebettet ist, handeln die Beschäftigten aus eigener Verantwortung gesundheitsbewusst und verantwortlich. Es ist, wie Geschäftsführer Jens Geigenmüller sagt "eine Selbstverständlichkeit".

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