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GDA - Arbeitsprogramm MSE

„Balance halten – Rücken stärken“: Der 16. Tag des Rückens thematisiert das Zusammenspiel psychischer und körperlicher Belastungen als mögliche Schmerzursache

Konflikte am Arbeitsplatz, Überforderung oder monotone Arbeitsbedingungen, aber auch ein unausgeglichenes Privatleben können sich direkt auf die Gesundheit des Bewegungsapparates auswirken. Kommen einseitige körperliche Belastungen wie langes Sitzen, schweres Heben oder ungünstige Körperhaltungen hinzu, kann sich das Risiko erhöhen. Alte Redewendungen erinnern daran: Da „schultert jemand zu viel“ oder macht „den Rücken krumm“; kann sich aber auch „den Rücken freihalten“ oder hat „ein breites Kreuz.“

Die Gemeinsame Deutsche Arbeitsschutzstrategie (GDA) nimmt den „Tag des Rückens“ zum Anlass, gemeinsam mit den Veranstaltern, dem Bundesverband deutscher Rückenschulen (BdR) e. V. und der Aktion „Gesunder Rücken“, das Bewusstsein für die Ursachen von Rücken-, Muskel- und Gelenkschmerzen zu fördern. Ziel ist es, Menschen zu ermuntern, am Arbeitsplatz mehr für ihre Rückengesundheit zu tun.

Auf ihrem Portal www.gdabewegt.de bietet die GDA Beschäftigten, Arbeitgebern und Fachleuten aus Arbeitsmedizin und Arbeitssicherheit vielfältige Informationen und Handlungshilfen zur Muskel-Skelett-Gesundheit. Der Zusammenhang zwischen psychischer und körperlicher Gesundheit wird ebenso erläutert wie die Notwendigkeit, einseitige Belastungen zu meiden und Rücken, Muskeln und Gelenke über einen ständigen Wechsel zu entlasten und zu stärken. Auch hier geht es um „Balance halten“: Ebenso wichtig wie die Höhe der Belastungen ist der fehlende Wechsel zwischen belastenden und entlastenden Tätigkeiten.

Für den Tag des Rückens empfiehlt die GDA:

1. Hören Sie auf Ihren Körper

Mit Schmerzen signalisiert der Körper eine drohende Überforderung. Beschäftigte, die unter Rücken-, Gelenk- oder Muskelschmerzen leiden, sollten sie daher nicht „auf die leichte Schulter“ nehmen. Unter der Webadresse gdabewegt/tipps-fuer-beschaeftigte finden Beschäftigte die Handlungshilfe „Bewusst bewegt – auch im Job“, die ansprechend und leicht verständlich Handlungsspielräume am Arbeitsplatz aufzeigt. Dazu gehört beispielsweise der Check Rückenfit am Arbeitsplatz. Mit acht Fragen können Beschäftigte für sich klären, wie sie am Arbeitsplatz mit körperlichen Belastungen umgehen und wie sie ihre tägliche Arbeit ohne Beschwerden ausüben können.

2. Sorgen Sie für Ausgleich

Belastungswechsel sind wichtig. Phasen körperlicher Beanspruchung wie Zwangshaltungen oder Bewegungsmangel sollten zeitnah ausgeglichen werden, indem man von einer belastenden zu einer entlastenden Tätigkeit wechselt: beispielsweise vom Schreibtisch aufstehen und sich in der Küche einen Kaffee holen oder aus einer knienden Position in eine sitzende wechseln, um Werkzeuge zu säubern oder Dokumentationen zu schreiben. Aber auch regelmäßige Pausen – Ruhe- oder Bewegungspausen – unterstützen den wichtigen Wechsel zwischen be- und entlastenden Tätigkeiten. Wer körperlich anspruchsvoll arbeitet, sollte sich in den Pausen erholen; wer vorwiegend sitzt und steht sich mehr bewegen. Dabei sind weniger sportliche Höchstleistungen gefragt als alltägliche Bewegungsangebote: Treppen steigen, zu Fuß gehen, den Garten pflegen, Fahrrad fahren. Grundsätzlich gilt: Bleiben Sie in Balance! Monotone Körperhaltungen und Bewegungsabläufe sollten durch möglichst häufige Wechsel unterbrochen werden.

3. Für Arbeitgeber: Stärken Sie die psychische Gesundheit Ihrer Beschäftigten

Die ergonomische Gestaltung von Arbeitsplätzen umfasst nicht nur deren technische Ausstattung, sondern auch die Arbeitsorganisation und Arbeitsabläufe im Unternehmen: Ein vertrauensvolles Miteinander, eine offene Kommunikation, das Einbinden der Beschäftigten in Entscheidungen oder das Berücksichtigen ihrer Wünsche können wesentlich dazu beitragen, psychische Belastungen zu reduzieren. Arbeitgeber stärken damit nicht nur die Gesundheit ihrer Beschäftigten, sondern steigern auch deren Motivation und die Produktivität im Betrieb.

Wer wir sind

Die GDA ist ein strategisches Bündnis aus Bund, Ländern, Kranken- und Unfallversicherungsträgern. In ihrem Arbeitsprogramm Muskel-Skelett-Erkrankungen hat sie sich zur Aufgabe gemacht, die arbeitsbedingten Gesundheitsgefährdungen zu minimieren. Ziel ist es, über Aufklärung, Schulungen und Handreichungen die Arbeitsverhältnisse in den Betrieben gesundheitsgerechter zu gestalten und ein gesundes Arbeitsverhalten der Beschäftigten zu fördern.

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Pressekontakt:

Gemeinsame Deutsche Arbeitsschutzstrategie (GDA) – Arbeitsprogramm MSE
c/o Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW)
Frauke Rothbarth, Marketingreferentin
Pappelallee 33/35/37, 22089 Hamburg
Tel.: (040) 202 07 - 2747, Fax: (040) 202 07 - 2798
E-Mail: frauke.rothbarth@bgw-online.de
www.gdabewegt.de

15.03.2017

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