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Damit Hände und Arme einsatzfähig bleiben: Wer am Arbeitsplatz immer gleiche Handbewegungen ausführen muss, sollte sie schützen und schonen

Bohren, Schneiden und Sortieren, Schrauben und Montieren: Beschäftigte im Bau-, Montage-, Verpackungs- und Handwerksgewerbe oder in der Textil- und Nahrungsmittelindustrie führen häufig ein- und dieselbe Handbewegung mehrfach am Tag ohne Unterbrechung aus. Auch bei Beschäftigten im Friseurhandwerk oder in therapeutischen Praxen gehören immer wiederkehrende Bewegungen mit gebeugten oder gestreckten Handgelenken zum Arbeitsalltag. Das kann zu einer Überbelastung der beanspruchten Muskelgruppen und Sehnen führen. Mögliche Folgen: Schmerzen in den Unterarmen, im Schulter-Arm-Bereich oder im Bereich der oberen Wirbelsäule, Taubheitsgefühle in den Fingern oder schmerzhafte Sehnenscheidenentzündungen.

Tätigkeiten mit hohem Risiko

Betroffen können Beschäftigte sein, die

  • ihre Hände wiederholt beugen und strecken müssen und aus der gebeugten Haltung heraus arbeiten müssen, beispielsweise in der Montage- und Verpackungsindustrie, der Textil- und Nahrungsmittelindustrie, in Handwerksbetrieben, im Friseurhandwerk oder in therapeutischen Praxen;
  • mit hohem Kraftaufwand arbeiten, beispielsweise in KFZ-Werkstätten, im Baugewerbe, in Handwerks- oder Gartenbaubetrieben;
  • vibrierende Maschinen wie handgeführte Motorsägen, Aufbruch- und Meißelhämmer, Bohrer und andere handgehaltene Werkzeugmaschinen bedienen, beispielsweise im Forst- und Landwirtschaftsgewerbe, im Handwerk und im Baugewerbe.

Mehrere berufsbedingte Faktoren können eine Erkrankung auslösen

Es ist nicht die Tätigkeit selbst, die krank macht. Vielmehr kommt es auf den Grad und die Art der körperlichen Belastung an. Beschäftigte sollten darauf achten

  • wie häufig und wie lange sie eine handbelastende Tätigkeit ausüben. Wer einmal am Tag länger als eine Stunde am Stück die immer gleiche Tätigkeit verrichten muss, gilt als gefährdet (Beispiel: Fließbandarbeit);
  • wie oft sie die belastende Tätigkeit unterbrechen (Pausen) und wie häufig sie im Wechsel eine weniger belastende Tätigkeit ausüben können;
  • ob sie häufig mit hohem Krafteinsatz arbeiten müssen oder vibrierende Maschinen einsetzen;
  • ob ihnen dazu das richtige Werkzeug, die richtige Schutzausrüstung sowie vibrationsarme Maschinen zur Verfügung stehen.

Betroffene Beschäftigte können sich schützen: Viel hängt von dem Einsatz ergonomisch optimierter Hilfs- und Arbeitsmittel ab sowie einer Arbeitsorganisation, die einen häufigen Wechsel zwischen be- und entlastenden Tätigkeiten ermöglicht. Fachkräfte für Arbeitssicherheit, Betriebsärztinnen und Betriebsärzte können sie darin unterstützend beraten und den Arbeitsplatz gemeinsam mit dem Arbeitgeber entsprechend der individuellen Belastung gestalten.

Wer wir sind

Die GDA ist ein strategisches Bündnis aus Bund, Ländern, der gesetzlichen Unfallversicherung, Krankenkassen, Arbeitgeber- und Arbeitnehmerverbänden. In ihrem Arbeitsprogramm „Muskel-Skelett-Erkrankungen“ setzt sie sich dafür ein, durch Aufklärung und Schulungen das Bewusstsein für Muskel-Skelett-Erkrankungen zu schärfen und die Belastungen im Betrieb zu senken.

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Pressekontakt:

Gemeinsame Deutsche Arbeitsschutzstrategie (GDA) – Arbeitsprogramm MSE
c/o Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW)
Frauke Rothbarth, Marketingreferentin
Pappelallee 33/35/37, 22089 Hamburg
Tel.: (040) 202 07 - 2747, Fax: (040) 202 07 - 2798
E-Mail: frauke.rothbarth@bgw-online.de
www.gdabewegt.de

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20.04.2017

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